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Jedes Jahr nutzt die Schiedsrichter Gruppe Pegnitzgrund die Vorweihnachtszeit, um in besinnlicher Runde noch einmal auf das abgelaufene Jahr zu blicken. Dabei sollen auch immer die Kameraden geehrt werden, die seit vielen Jahren der Gruppe angehören. Zur Unterhaltung trugen die Hersbrucker Zauberharfen sowie die Tanzgarde Anemon bei.

Die Begrüßung der Jahresabschlussfeier übernahm Vergnügungswart Klaus Ebner, der auch für die komplette Organisation des Abends zuständig war. Unter den zahlreichen Gästen konnte er neben Engelthals Bürgermeister Günther Rögner und Landrat Armin Kroder Siegmar Seiferlein vom Bezirksschiedsrichterausschuss sowie die beiden Ehrenobmänner Roland Engl und Horst Schmidt begrüßen. Mit Richard Delling, Werner Haller, Georg Nepf, Robert Mohler und Michael Weber waren auch viele Ehrenmitglieder dabei. Für die gute Zusammenarbeit unter den Gruppen im Kreis sprach auch die Anwesenheit der Obleute Christoph Stühler, Hans Brendel und Manfred Kettler, die jeweils noch weitere Mitglieder ihrer Ausschüsse dabei hatten. Letztendlich begrüßte Ebner den Kreisehrenamtsbeauftragten Alexander Männlein und die Mitglieder des Ausschusses der eigenen Gruppe.

Sehr kurz viel der Rückblick von Gruppenschiedsrichterobmann Stefan Stadelmann in diesem Jahr im Festsaal des Landgasthof Weißes Lamm in Engelthal aus. Ausführlich hatte er keine zwei Wochen zuvor vor seiner Wiederwahl zum Obmann der Gruppe auf die Ereignisse im letzten Jahr geblickt. In der Öffentlichkeit würden die Leistungen der Schiedsrichter meist kritisch betrachtet. Dabei sei diese ehrenamtliche Tätigkeit aber aller Ehren wert. Stadelmann dankte all seinen fleißigen Helfern, die oft im Hintergrund ihre Arbeit täten. Dabei sei jeder Einzelne wichtig, gang egal, ob es dabei um die Erstellung der Homepage oder um die Mitarbeit am Schiedsrichterkurier gehe. Im Jahr 2019 steht das 100-jährige Jubiläum der Gruppe Pegnitzgrund an. Dafür wünscht sich der Obmann schon heute breite Unterstützung von allen Vereinen und auch von Firmen. Schließlich richtete er seinen Dank an die Partner der Schiedsrichter, die Verständnis für die Aufgabe aufbringen. Dank sagte er auch für die ausgezeichnete Zusammenarbeit unter den Gruppen im Kreis Erlangen-Pegnitzgrund.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Ehrungen von Schiedsrichtern, die ihre Prüfung vor zehn, 20, 25, 30 oder sogar 50 Jahren abgelegt hatten. Einige von ihnen sind zwischenzeitlich zu passiven Mitgliedern der Gruppe geworden. Aber unter ihnen sind mit Harald Saß vom FC Troschenreuth, Gerd Rösel vom SV Alfeld, Claus Gründel vom SV Offenhausen, Peter Schramm vom TSV Katzwang und Recep Yerlitas vom SV Hartenstein auch Männer, die nach 30, 25, 20 und 15 Jahren immer noch aktiv Pfeifen. Harald Saß musste dazwischen zwar öfter mal aus gesundheitlichen Gründen pausieren, kümmert sich aber seit Juli zusätzlich um die Homepage der Gruppe. Rösel wird für seine 25-jährige aktive Tätigkeit mit einer Ehrenurkunde des Bezirkes ausgezeichnet. Er war im Pegnitzgrund schon als Fußballer bekannt, als er sich im Alter von 26 Jahren zum Schiedsrichter ausbilden ließ. Sein Weg führte ihn bis in die Bezirksliga, als Assistent sogar bis in die Bayernliga. Seit 2010 übt er das Amt des Beisitzers im Ausschuss der Schiedsrichtergruppe aus und ist für die kurzfristige Einteilung am Wochenende zuständig. Bevor er selbst im Mai dieses Jahres sein letztes Kreisligaspiel leitete, hat er noch seinen beiden Söhnen den Weg zu den Schiedsrichtern gezeigt. Claus Gründel hat zwei Anläufe als Schiedsrichter gemacht und den Neulingslehrgang doppelt absolviert. Seine 20-jährige Karriere führte ihn als Assistent bis in die Bezirksoberliga. Für Peter Schramm begann die Schiedsrichterlaufbahn in der Gruppe Jura Nord vor 20 Jahren. Er wechselte erst später zu den Pegnitzgründlern. Recep Yerlitas ist ein Schiedsrichterkamerad, der in den 15 Jahren seiner aktiven Tätigkeit auch kurzfristig immer einsatzbereit ist, sofern es der Beruf erlaubt. Vor einem halben Jahrhundert hat Ernst Wiesner seine Schiedsrichterprüfung abgelegt, als Obmann Stefan Stadelmann noch nicht einmal geboren war. Wiesner war für den SpVgg Diepersdorf im Einsatz und pfiff sein letztes Spiel bei der SpVgg Sittenbachtal. Als dabei seine Fußballschuhe kaputt gingen, hing er auch die Pfeife an den Nagel.

Nicht mehr aktiv ist auch Johannes Oßmann vom SV Alfeld, der nach einer Verletzung als Fußballer vor 20 Jahren die Schiedsrichterprüfung abgelegt hatte. Er war mit gerade erst 15 Jahren damals noch ein Exot und schaffte es schnell bis in die Bezirksliga und war auch in der Bezirksoberliga jahrelang anerkannt. In der Gruppe war er lange Jahre als Kassier tätig, musste jedoch aus beruflichen Gründen sein Hobby ruhen lassen. Im gleichen Jahr hatte Bernd Thierauf von der SpVgg Diepersdorf die Prüfung abgelegt. Leider ist auch er seit einiger Zeit nicht mehr aktiv. Noch aus dem Jahr 2016 waren zwei Ehrungen für 10-jährige Zugehörigkeit zur Schiedsrichtergruppe nachzuholen. Leider ist Patrick Gebhart (SC Auerbach) im Moment nur passives Mitglied im Pegnitzgrund und Sebastian Pohl (SV Auerbach) konnte die Urkunde an diesem Abend nicht entgegen nehmen. Auch Rudi Schwindl, der seine Prüfung im Jahr 2001 abgelegt hatte und für 15 Jahre zu ehren war, musste aus gesundheitlichen Gründen die Pfeife an den Nagel hängen.

Stefan Stadelmann nutzte die Gelegenheit auch, um einmal denen Danke zu sagen, die im abgelaufenen Jahr völlig unentgeltlich die Fördergruppe und die Neulingsgruppe betreut hatten. Mit einer kleinen Aufmerksamkeit zeigte er sich erkenntlich bei Peter Wedel, Horst Schmidt, Roland Engl, Herbert Freiberg, Thomas Ferstl, Wolfgang Schwemmer, Werner Haller, Klaus Ebner, Önder Sariaydin, Kurt Linhardt, Markus Eymold, Richard Delling, Bernd Schmidt, Richard Kellerhals, Heinz Maier und Nico Hauser.

Ihren Beitrag zum gemütlichen Teil der Veranstaltung leisteten die Hersbrucker Zauberharfen mit ihrer besinnlichen Musik sowie die Tanzgarde Anemon der Faschingsgesellschaft Närrschbruckia. Und so war sowohl für die älteren Schiedsrichter wie auch für die sehr vielen jüngeren Anwesenden Unterhaltung geboten. Für die Jungschiedsrichter hatte auch Nikolaus Dieter Brückner noch einen Dank dabei. Allerdings mahnte er auch zur Einigkeit in der Gruppe.

Text/Fotos: Kerstin Rösel

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